EZLN

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Alles für alle…

zusatz:
Und zwar umsonst!

 Die EZLN hat als eine Guerillabewegung, die nach dem Zusammenbruch des Ostblocks 1989 in Erscheinung getreten ist, politische Ziele formuliert, die sich von den staatssozialistischen Vorstellungen von gesellschaftlicher Veränderung grundlegend unterscheiden. Dadurch wurde sie, vor allem durch die Schriften ihres Sprechers Subcomandante Marcos, international bekannt und insbesondere in der Bewegung gegen Neoliberalismus stark rezipiert.

Im Gegensatz zu anderen Guerillabewegungen wollen die Zapatisten nicht die Macht im Staat übernehmen, sondern betonen ihren basisdemokratischen Anspruch und zielen auf den allmählichen Aufbau einer andersartigen Macht von unten. Nach 12 Tagen bewaffneter Kämpfe im Januar 1994 boten sie der Regierung einen zeitlich unbegrenzten Waffenstillstand an und unterzeichneten 1996 die Friedensverträge von San Andrés, die weitgehende Autonomierechte für die indigene Bevölkerung Mexikos vorsehen. Allerdings wurde der Inhalt der Friedensverträge bisher von der mexikanischen Regierung nicht wie vereinbart in Gesetzesform gegossen, weshalb die EZLN seit August 2003 in Teilen von Chiapas eine de-Facto-Autonomie umsetzt. Mit dieser Strategie haben die Zapatisten weit über Chiapas hinaus eine breite Unterstützung innerhalb Mexikos und Lateinamerikas erlangt. Die hohe Aufmerksamkeit auf öffentliche Kommunikation, der Aufbau alternativer autonomer Strukturen und die faktische Gewaltfreiheit in Verbindung mit einem Projekt tiefgreifender Veränderungen sind Elemente der zapatistischen Revolte, mit denen sich weite Teile der globalisierungskritischen Bewegung identifizieren (Andretta, Massimiliano u.a. 2003, S. 23). Wie diese fordert die EZLN Selbstbestimmung der Menschen und ruft zum weltweiten Kampf gegen die neoliberale Globalisierung auf.

Die EZLN hat, durchaus gewollt, großen Einfluss auf die Diskussion innerhalb der internationalistischen Linken, insbesondere mit ihrer radikalen Machtkritik. Ihr Motto „Eine andere Welt ist möglich“ wurde außerdem zum Slogan der globalisierungskritischen Bewegung. Ein anderes Motto lautet „Fragend gehen wir voran“ und bezeichnet das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/EZLN

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